KTM Deutschland / Österreich

Unternehmensprofil
Man schreibt das Jahr 1934, als Hans Trunkenpolz im oberösterreichischen Mattig hofen eine Schlosserei gründet. Drei Jahre später eröffnet er den Handel mit DKW Motorrädern und erweitert beständig seinen Betrieb, der sich zu einer der bedeutendsten Auto- und Motorradwerkstätten in Oberösterreich entwickelt. Im Jahr 1951 beginnt das Unternehmen mit der Entwicklung eines eigenen Motorrads, und zwei Jahre später geht die KTM R 100 in Serie. Die Firma, die nun offiziell „Kronreif, Trunkenpolz, Mattighofen“ heißt, steigt umgehend in den Rennsport ein, und die Erfolge häufen sich.

Erwin Lechner zählt zu den Piloten, die 1960 mit dem legendären, von Ingenieur Ludwig Apfelbeck konstruierten KTM Motor einen Sieg nach dem anderen einfahren. 1968 startet KTM mit einem Achtelliter-Motocross-Modell in den USA durch. Die sportlichen Triumphe in Übersee sprechen sich bald auch in Europa herum. Zu den Highlights der 1970er Jahre zählen die starken 50 ccm Modelle und der erste Weltmeistertitel im Motocross – der Russe Gennadij Moiseev fährt ihn 1974 in der 250 ccm Klasse für die Mattighofener ein.

Heinz Kinigadner und Trampas Parker heißen die Fahrer, die im folgenden Jahrzehnt mit drei WM-Titeln den Grundstein zur KTM Legende und zur unanfechtbaren Offroad-Kompetenzen der Neuzeit legen. 1984 beginnt KTM mit der Entwicklung eines flüssigkeitsgekühlten Viertakters, und 1987 startet die Serienfertigung des ersten LC4-Triebwerks – ebenfalls ein Konzept, das sich über Jahrzehnte zu einer typischen KTM Erfolgsstory entwickelt hat. Ende der 1980er Jahre herrschen schwierige Verhältnisse in der Motorradindustrie. Auch die KTM Motorfahrzeugbau AG ist schwer betroffen und muss Ende 1991 Konkurs anmelden. Ein Jahr später startet die neu formierte KTM Motorradsparte unter dem Namen KTM Sportmotorcycle GmbH abermals durch – mit neuer Unternehmensleitung, neuem Hard-Enduro-Konzept und neuem Design. Voller Tatendrang steigt man in den Rally-Sport ein, präsentiert 1994 die erste DUKE und erwirbt ein Jahr später das Unternehmen WP Suspension sowie den Sportmotorrad-Hersteller HUSABERG. Der Motocross-WM-Titel von Shane King in der 500 ccm Klasse und zahlreiche weitere Siege beleben das sportliche Image der traditionsreichen Marke KTM. 1999 bezieht das Unternehmen sein neues Werk in Mattighofen.

Die Rally Paris Dakar dominieren die Oberösterreicher seit dem Jahr 2001. Mit dem heute weltbekannten Slogan „READY TO RACE“ macht KTM den Rennsport zum zentralen Identifikationspunkt der Marke. 2003 debütiert die kompromisslose Travel-Enduro KTM 950 ADVENTURE. Zugleich steigen die Mattighofener erfolgreich in die Straßen-WM ein – Casey Stoner holt den ersten Sieg auf dem orangefarbenen 125 ccm Grand Prix Motorrad. Wenig später präsentiert KTM mit der KTM 990 SUPER DUKE und der KTM 950 SUPERMOTO seine ersten reinrassigen Straßenmotorräder. 2008 folgt das erste österreichische Superbike: die faszinierende KTM 1190 RC8, mit der die Marke schon ein Jahr später in der IDM-Superbike-Klasse mitmischt und auf Anhieb den Vizetitel erobert.

Die orange Rennsportstrategie wird über die Jahre weiter ausgebaut. Während KTM weiterhin das internationale Enduro-, Motocross-und Rally-Geschehen dominiert, forciert das Werk den Einsatz auch im bedeutenden Supercross in den USA und feiert auch hier großartige Erfolge und Meistertitel. Nicht zu vergessen der Einstieg mit einem komplett in Mattighofen entwickelten Rennmotorrad in die 2012 neu lancierte Moto3-Weltmeisterschaft. Der Gewinn der Weltmeisterschaft im Premierenjahr durch Sandro Cortese und die Titelverteidigung ein Jahr später fixieren einen weiteren Meilenstein der Unternehmensgeschichte. Für 2017 kündigt KTM CEO Stefan Pierer den Einstieg in die MotoGP-Klasse an.

Die Erfahrungen aus den internationalen Sportaktivitäten fließen unmittelbar in die Serienentwicklung ein, und ein permanent wachsendes Team präsentiert Jahr für Jahr neue Produkthighlights und Innovationen. KTM zeigt sich längst als global agierende Marke mit einem lückenlosen Modellprogramm für jedes Einsatzgebiet, das sich 2014 von 50 bis 1300 ccm Hubraum erstreckt. Modelle wie die extrem erfolgreichen Naked Bikes 125, 200 und 390 DUKE sowie die Supersport-Modelle KTM RC 125, 200 und 390 begeistern auch den Motorradnachwuchs. Gleichzeitig verkörpern Motorräder wie die KTM 1190 ADVENTURE (2013), ausgestattet mit der in Zusammenarbeit mit BOSCH entwickelten Motorrad-Stabilitätskontrolle MSC, und die KTM 1290 SUPER DUKE R (2014) den Willen, sich auch in Top-Segmenten zum Trendsetter zu entwickeln. Selbst bei neuen Technologien im Bereich E-Mobility scheut sich KTM nicht, eine Vorreiterrolle zu übernehmen und neue Entwicklungen wie die KTM FREERIDE E für den Einsatz auf dem Asphalt und im Gelände zu präsentieren. Mit ungebrochenem Erfolg im Offroad-Geschäft und einer konsequent ausgebauten Palette von Straßenmotorrädern zeigt sich die einstige Motorradwerkstatt nun als kerngesunder, hoch motivierter und in Europa führender Motorradhersteller. Der Blick ist dabei weiter nach vorn gerichtet: Die Vision von KTM CEO Stefan Pierer lautet: „KTM will der weltweit führende Anbieter von Sportmotorrädern werden.“

 

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